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Leben in Perth
Meine Lieblingsplätze
Da Australien eine recht junge Nation ist, unterscheiden sich australische Städte stark von europäischen. Sie haben fast immer denselben Aufbau: Parallel verlaufende Straßen, ein Central Business District mit vielen Hochhäusern und darum verstreut die Suburbs.
Man findet sich also schnell und leicht zurecht. Es sind die Überraschungen die Perth zu bieten hat, mit denen man bei all der Modernität des CBD nicht rechnen würde, die der Stadt Charakter verleihen: Das kleine Café Tiger Tiger hat sich fest in mein Herz geschlossen. Sein Hinterhofflair erinnert ein bisschen an zu Hause, und mit Freunden bei Wein und Livemusik den Abend dort zu verbringen ist eine der besten Beschäftigungen, die ich mir denken kann.
Die Bibliothek ist außerdem einer meiner Lieblingsplätze. Man findet wohl kaum einen Ort, an dem sich so viele Menschen tummeln und an dem es trotzdem so ruhig und unhektisch zugehen kann wie in einer Bibliothek. Groß, modern und luftig hat die in Perth nichts mit der Bibliothek, die ich von zu Hause kenne, zu tun.
Tritt man ein riecht es immer nach frischem Kaffee, weil es im Gebäude noch ein Café gibt. Mit ihrer schönen, modernen Internetlounge und großzügigen Öffnungszeiten ist sie ein Ort, an dem ich viel Zeit verbringen kann. Nur wenige, dafür aber intensive Tage habe ich auf einer kleinen privaten Mangofarm in Byford, einem Suburb von Perth, verbracht.
Man glaubt nicht, wie riesig Perth ist: Man kann Ewigkeiten durchs Land fahren, die Stadt scheinbar verlassen, und sich noch immer in Perth befinden. Nach Byford fährt man etwa 45 Minuten. Die Farm war ein kleines Paradies: Eigene kleine Gästehäuschen mit Holzterrasse, die einen See überblicken, Mangobäume, ringsum Buschland und am späten Nachmittag auch mal ein Känguru, das sich aufs Grundstück verirrt hat. Und nachts hatte man einen traumhaften Ausblick auf die glitzernde Skyline der Stadt in der Ferne.
Nicht weit entfernt war auch der Serpentine Nationalpark, wo man wunderbar in einem Wasserloch mit Wasserfall baden konnte. So gefällt mir das Leben eigentlich am besten: Irgendwo in einem Suburb inmitten der Natur wohnen, die Zivilisation aber ganz in der Nähe wissen.

Australien
Perth Reisebericht